Wildtiere

Vogel gefunden - was ist zu tun?


Wildtiere gehören in die Natur und nicht in Menschenhand. Eine Entnahme aus der Natur ist verboten! Das gilt für Wildkaninchen ebenso wie für Igel und Vögel oder alle anderen wildlebenden Tiere. Aber wie immer und überall: Ausnahmen bestätigen die Regel. Ist ein Tier ganz offensichtlich verletzt und bedarf es der Versorgung, darf der Mensch eingreifen. Am häufigsten finden verletzte oder erkrankte Vögel oder Igel den Weg in Menschenhand.

Daher möchten wir Ihnen hierzu einige Informationen an die Hand geben.

Jungvögel
Haben Sie einen Jungvogel gefunden? Hierbei könnte es sich um einen Nestling oder Ästling handeln. Gerade Ästlinge erwecken in der sogenannten "Bettelflugphase" oft den Eindruck von Hilflosigkeit. Sie sitzen zuweilen am Boden und ein vorübergehender Beobachter meint häufig, dass dieser Vogel in Not geraten sei. Oft rufen diese bereits befiederten Jungvögel nach ihren Eltern und werden dann auch von diesen versorgt. Hilfe durch Menschenhand benötigen diese gefiederten Freunde normalerweise nicht. Bei den sogenannten Nestlingen handelt es sich um Jungvögel, die noch kein Gefieder ausgebildet haben und ggfls. aus dem Nest gefallen sind. Suchen Sie nach dem Nest und setzen Sie den Vogel wieder hinein, da er ansonsten Feinden schutzlos ausgeliefert wäre.

Diese Ratschläge gelten natürlich stets nur für augenscheinlich gesunde, unverletzte Tiere. Verletzte oder offensichtlich kranke Tiere benötigen tierärztliche Versorgung.

Weitere Infos finden Sie unter:
http://www.wildvogelhilfe.org/aufzucht/gefunden.html
oder
http://www.tierarztpraxis-roediger.de/level9_cms/index.php?mid=0001001100030028

Greifvögel
Sie haben den dringenden Verdacht, dass eine Eule oder ein Greifvogel Hilfe benötigt? Dann ist der "Forsthof Haard" der richtige Ansprechpartner für Sie. Der Falkner Michael Hähnel leitet die dortige Auffang- und Ausgewöhnungsstation. Hier werden verletzte, verwaiste oder kranke Tiere artgerecht versorgt, betreut und auf nach ihrer Genesung auf ein späteres Leben in Freiheit vorbereitet.

Kontakt: Forsthof Haard
Forstwirt Michael Hähnel
Recklinghäuser Str. 291, 45721 Haltern am See
Tel.: 02364/9203-0 oder 02364/9203-12; mobil: 0177 / 5250910

Weitere Infos finden Sie unter:
www.rvr-online.de
www.metropoleruhr.de/regionalverband-ruhr/forstwirtschaft/greifvogelstation.html
www.wildtierhilfe-mh.de/voegel/greifvoegel-und-eulen/index.html

Fledermäuse
Fledermäuse sind wieder häufiger in unserer Region vertreten. Auch sie brauchen hin und wieder die Hilfe von Menschen, wenn sie in Not geraten (z.B. bei Verletzungen). Bei Fragen rund um die Fledermaus helfen Ihnen die folgenden Seiten weiter:

www.fledermausschutz-kreisrecklinghausen.de
www.fledermausschutz.de

Ihr Ansprechpartner für die Städte Datteln/Haltern am See/Oer-Erkenschwick und Waltrop ist Herr Alfons Pennekamp, den Sie unter der Rufnummer 02363 / 7 23 17 telefonisch erreichen können.

Igel
Im Herbst bieten wir einmal wöchentlich eine Igel-Sprechstunde an, um
"Hilfe zur Selbsthilfe" zu leisten.
Bitte melden Sie sich hierzu an unter (02368) 69 28 55.

Ansonsten liefern wir wertvolle Informationen auf http://www.herbstwind.de

Weitere Tipps und Infos erhalten Sie ebenfalls auf http://www.pro-igel.de

Laub im Garten schützt Tiere

Gartenbesitzer können ab September damit anfangen, wilde Tiere vor der drohenden Kälte im Herbst und Winter zu schützen. Geeignet sind zum Beispiel Pflanzen, die als Stauden hohe Stängel ausbilden. Sie bieten Raum für Insektenlarven, erläutert der Naturschutzbund (NABU). Igel finden im Herbst unter einem Haufen aus geschichtetem Holz Schutz, der mit Laub und Zweigen abgedeckt werden sollte. Gut geeignet ist auch ein Reisighaufen, der Fröschen und Nagern einen Unterschlupf bietet.

(Quelle: "Stimbergzeitung" des Medienhauses Bauer vom 19.09.2011)

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